DAS PHASENMODELL
In Kurzform bezeichnen die Phasen folgendes:
0 - Ausgangszustand, die Ruhe vor dem Sturm
1 - Beginn der Ereignisse, die zum Zusammenbruch führen
2 - Erste Versorgungsmängel - hauptsächlich über den Preis spürbar, Störungen in den Lieferketten
3 - Merkbare Versorgungsmängel, Güter des täglichen Bedarfs zeitweise nicht mehr zu bekommen
4 - Zusammenbruch des Bankensystems, bürgerkriegsähnliche Zustände
5 - Währungsreform, evtl. Kriegsrecht bzw. Notstandsgesetze, Allparteienregierung
In dieser Phase könnte der vielgefürchtete "Chip" kommen, das implantierte Zahlungsmittel mit den interessanten Zusatzfunktionen. Stichwort "Guttenberg-Zeit", nach dem derzeitigen Tausendsassa der CDU/CSU. Wer tatsächlich Kanzler wird, soll damit nicht präjudiziert werden.
6 - Zusammenbruch der Ordnung, Bürgerkrieg, Anarchie
7 - Krieg - vermutlich Einmarsch der Russen
8 - FINIS - Katastrophen durch Atombomben, Impakte, Polverschiebung - die berühmte Stunde Null
Danach Neuanfang!
9 - Die Zeit des "Treugott Rechtschaffen", der Wiederaufbau
Dies ist eine neue Epoche, in der nichts mehr so ist, wie wir es heute kennen. Der Name des Herrschers ist Programm, der heutige Atheismus ist Vergangenheit, ebenfalls die Korruption der vermodernden Funktionärs-Oligarchie, die uns als "Demokratie" untergeschoben wurde. Das Goldene Zeitalter wurde mit Blut, Schweiß und Tränen erkauft, und es wird sehr viel Arbeit und Mühe erfordern. Ein Wiederaufbau kostet unendliche Anstrengungen.
Die Phasen können je nach Auslöser ein wenig anders aussehen, in der Schwere ihrer Auswirkungen werden sie jedoch den hier beschriebenen Ereignissen vergleichbar sein.
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Phasenzähler - wie weit sind wir schon?
3,7
seit 16. September 2011
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PHASE 0 - Der Ausgangszustand
0,5 - 26.07.2007
Die halbe US-Flotte ist im persischen Golf versammelt, darunter drei Flugzeugträger. In China bahnt sich eine Lebensmittelknappheit an, die bei uns zu Preissteigerungen führt. Zusätzlich wird in Italien der Hartweizen knapp, was ebenfalls zu erhöhten Preisen beiträgt. Erdöl erreicht neue Höchstpreise, gleichzeitig verfällt der Dollar. Zwei kleinere Hedgefonds sind zusammengebrochen. Kleinere Münzhändler schaffen es nicht mehr, die Nachfrage nach Silber und Gold zu befriedigen und verkaufen zu erhöhten Preisen. Gold nähert sich der "magischen" Marke von 700 US-$ pro Unze und den Notenbanken geht das Gold aus, um den Preis zu drücken. China und Rußland suchen Anlagemöglichkeiten für ihre Papierdollars, bevor diese wertlos werden. Der DAX geht seit Tagen nur noch nach unten, ohne wie bisher bald wieder ins Plus zu drehen. Die Hypothekenkrise in den USA hat sich ausgeweitet, die Krisen in Spanien und England zeichnen sich ab. FED und EZB pumpen immer mehr Geld ins Wirtschaftssystem.
0,6 - 05.08.2007
In der vergangenen Woche sind zwei Versuche gescheitert, den DAX wieder nach oben zu bringen. Der erste, am Dienstag, hat noch einen zeitweiligen Anstieg gebracht, der zweite, am Donnerstag, ist völlig verpufft. Die Finanzmärkte werden von Tag zu Tag instabiler.
0,7 - 11.08.2007
Das Welt-Finanzsystem wackelt. Oder soll ich besser das Bild eines Dammes bemühen, bei dem sich immer mehr Löcher öffnen, durch die Wasser eindringt und vor dem die Zentralbanken fieberhaft Sandsäcke schleppen? In den letzten Monaten sind ELF größere Hedgefonds zusammengebrochen und insolvent geworden. Die Buchverluste belaufen sich auf 5.000 Milliarden Dollar - mehr als dem doppelten der deutschen Staatsverschuldung.
Die Auswirkungen sind fühlbar: Sie können derzeit kaum noch Gold oder Silber kaufen. Metallhändler stellen den Handel ein oder berichten von mehrwöchigen Lieferzeiten. Der Preis wird übrigens von der Rothschild-Bank in London festgelegt, dafür gilt nicht das freie Spiel von Angebot und Nachfrage. Der Goldpreis ist das sicherste Krisenbarometer, deshalb versucht "man", diesen möglichst niedrig zu halten. Dadurch wird die Explosion nur um so heftiger.
0,8 - 30.08.2007
Alles scheint so ruhig an den Börsen, die Krise ist bewältigt. Dafür werden in Kürze in Deutschland Fleisch und Käse teurer, die Bauern hingegen bekommen von den gesteigerten Preisen wenig bis gar nichts ab. Vielleicht ist es bei mir beginnende Paranoia und ich sollte gelassen meinen Phasenzähler auf 0,5 herabsetzen. Aber gerade das, was offenkundig passiert, der Ausverkauf der Landesbanken, die ständige Betonung, man hätte alles im Griff, das veranlaßt mich, meinen Zähler auf 0,8 zu setzen.
0,9 - 14.09.2007
Im Internet herrscht Krisenstimmung, weil eine B52 mit sechs Atomsprengköpfen an Bord über die USA geflogen ist, ohne daß die Leitstellen Bescheid gewußt haben. Die Luftverteidigung der USA wird für einen Tag auf den Boden gehalten. Es riecht nach Terroranschlag, wie am 9. September 2001.
Entscheident ist jedoch der Goldpreis - der seit dem 12. September die wichtige Grenze von 700 Dollar pro Unze überschritten hat.
PHASE 1 - 9. November 2007
Der Goldpreis ist noch über 800 Dollar, die Leitwährung des großmächtigen Imperiums verfällt. Wir bekommen die Auswirkungen zu spüren, zuallererst an der Zapfsäule, doch bald auch in den Lebensmittelläden. Die Weltlage wird von Tag zu Tag unsicherer. Die Türkei hat sich in Washington die Erlaubnis geholt, im Nordirak einzugreifen und unser aller Kanzlerin wird instruiert, in welcher Form Deutschland zu helfen hat. Selbstverständlich erst nach Frankreich, die Rangfolge muß schließlich gewahrt bleiben.
Reicht das aus, um die Phase 1 zu verkünden? Ich meine, ja. Phase 1 ist die letzte Gelegenheit, die eigenen Vorräte aufzufüllen und sich auf schwere Zeiten vorzubereiten. Der Sturm ist noch nicht aufgezogen, aber die Sturmwarnung ist ergangen. Ein vernünftiger Kapitän läßt alles vertäuen, was im Sturm gefährlich werden kann, und holt die ersten Segel ein. Ein unvernünftiger Kapitän nützt die ersten Böen, um mehr Fahrt zu machen, aber er riskiert dabei sein Schiff.
Es wird eng für die USA. Und je enger es für die USA wird, desto bleihaltiger wird die Luft. Die USA bewältigen Krisen, indem sie diese nach außen projizieren, einen Weltkonflikt inszenieren.
Gold und Silber sind stark gestiegen. Sie müssen viel mehr Geld bezahlen, als wenn Sie schon in Phase 0,5 gekauft hätten. Womöglich wird noch einmal eine Korrektur stattfinden... Aber Sie spielen Hazard, wenn Sie sich darauf verlassen. Das wissen Sie hoffentlich.
Ratschläge: (Aus: Der Untergang)
Sie bekommen jetzt noch alles, was Sie haben wollen. Gehen Sie zum Zahnarzt und lassen Sie Ihre Zähne kontrollieren. Ziehen Sie gegebenenfalls den Ersatz von Plomben / Kronen / Brücken vor. Jetzt geht das noch alles. Anstehende Operationen sollten ebenso stattfinden wie die Inspektion Ihres Autos oder Reparaturen an Ihrem Haus / Ihrer Wohnung. Falls Sie mit einer Steuererstattung rechnen, beeilen Sie sich mit der Steuererklärung, solange der Staat dafür noch das Geld besitzt.
Füllen Sie Ihre Gefriertruhe und kaufen Sie Konserven, jetzt gibt es alles in beliebigen Mengen. Nehmen Sie konsequent doppelt soviel an Konserven, Nudeln, Reis und anderen lagerfähigen Produkten mit nach Hause, wie Sie sonst einkaufen würden, dann wächst Ihr Vorrat wie von selbst. Denken Sie auch an Wasser und Getränke (darunter fallen allerdings nicht Bier, Wein und Spirituosen). Füllen Sie unbedingt Ihren Heizöltank, auch wenn derzeit nur 500 Liter hineinpassen.
Wenn Sie Medikamente benötigen, gehen Sie zum Arzt und lassen Sie sich einen Vorrat für ein halbes oder besser ein ganzes Jahr verschreiben. Kaufen Sie Aspirin (das Original ist zu teuer, aber z.B. die 500mg-Tabletten von ASS Ratiopharm lassen sich halbieren (ersetzt die 300 mg) oder vierteln ("100" mg). Denken Sie an Mittel zur Wundreinigung (z.B. Betaisodona) oder gegen Verstauchungen (Voltaren, Mobilat etc.). Was Sie nicht in der Apotheke kaufen sollten, sind Multivitaminpräparate. Beim Discounter (ALDI, Norma) bekommen Sie zum Apothekenpreis die sechsfache Menge. Und die brauchen Sie auch, kaufen Sie ruhig 500 Stück davon.
1,1 - 29.11.2007
Abwiegelung vor Weihnachten: Öl und Gold gehen runter, Dollar und Aktienkurse rauf. Alles in bester Ordnung, die Hypotheken- und Bankenkrise ist ausgestanden. Für Weihnachtseinkäufe fehlt den Leuten das Geld, aber zumindest in den USA überziehen die Verbraucher ihre Kreditkarten. Jeder möchte schnell noch feiern, während unsere amerikanischen Freunde ganz eifrig Flugzeugtreibstoff zu jenen Basen schippern, von denen aus der Iran gut zu bombardieren ist.
1,2 - 13.12.2007
Die amerikanische Federal Reserve, die Europäische Zentralbank, die Bank von England, die Bank von Kanada und die Schweizerische Nationalbank sichern offen zu, auch künftig bedrohten Banken mit Liquidität beizuspringen. Ein immer weiter prolongierter Wechsel wirkt als zusätzliches Geld, und heizt damit die Inflation an. Diese offizielle Zusicherung dessen, was bislang stillschweigende Praxis gewesen ist, wirkt als inflationärer Schub. Die Bankenkrise ist längst nicht ausgestanden, im Gegenteil, sie nimmt immer größere Ausmaße an.
1,3 - 21.1.2008
Innerhalb von drei Wochen hat der DAX über 1.300 Indexpunkte verloren. Die Börsen reagieren damit auf die Unsicherheit im US-Immobiliensektor, auf die enormen Verluste der Banken und auf die Rezession in den USA.
1,4 - 22.1.2008
Die US-Notenbank senkt ihre Leitzinsen um 0,75% - der Dollar ist zum Abschuß freigegeben. Das alles riecht derart nach Inszenierung... Da findet ein Kurssturz an den Weltbörsen ausgerechnet dann statt, wenn in den USA infolge eines Feiertages nicht gehandelt wird. Und genau rechtzeitig vor Eröffnung der Wall Street kommt die Zinssenkung. Der Fall der US-Aktien wurde gerade noch abgefangen. Solche Manipulationen hinterlassen Kollateralschäden...
1,5 - 21.2.2008
Die Erhöhung erfolgt aus drei Gründen, die im Zusammenwirken keine andere Reaktion zulassen:
1. Die staatliche Unterstützung der IKB, einer "Privat"-Bank, an welcher der Staat 38% Anteil hält und die einmal gegründet wurde, um den Mittelstand mit Geld zu versorgen. Diese Bank hat mindestens 8,5 Milliarden Euro Verluste durch Spekulation mit US-Immobilienpapieren angesammelt. Das deutsche Banksystem ist bereits so schwer angeschlagen, daß der Finanzminister offiziell zugibt, diese Subvention durchzuführen, um eine Kettenreaktion weiterer Bankzusammenbrüche zu vermeiden.
2. Die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo hat die Welt dem nächsten Krieg nähergebracht. Rußland fühlt sich Serbien verbunden - und da die Merkelregierung den neuen Staat unbedingt schnellstens anerkennen mußte, wird das von den Russen nicht gerade als Beweis inniger Freundschaft betrachtet.
3. Die Steueraffäre mit der DVD aus Liechtenstein dürfte genutzt werden, um in Deutschland weitere Maßnahmen gegen die Bürger durchzusetzen. Sie zeigt deutlich die Schwäche eines Staates, der es nötig hat, Diebesgut anzukaufen, um seinen eigenen Steuersündern auf die Spur zu kommen.
1,6 - 12.3.2008
Die Währungs- und Rohstoffmärkte reagieren völlig irrational. Die Notenbanken pumpen eine Unmenge Geld in das marode Bankensystem. Selbst offizielle Medien sprechen inzwischen von manipulierten Märkten. Das kann nicht mehr lange gut gehen!
1,7 - 2.4.2008
Die Banken verkünden einen Milliardenverlust nach dem anderen, trotzdem steigen die Aktienkurse und der Goldpreis fällt. Nichts, was bisher an den Märkten gegolten hat, rechtfertigt diese Entwicklung. Das Weltfinanzsystem verhält sich völlig irrational. Hier bäumt sich auf, was längst in Agonie liegt.
1,8 - 25.4.2008
Aus den USA kommen erste Meldungen über Rationierungen des Reisverkaufs. Die "Rationierung" ist zwar lächerlich, sind es doch laut Fernsehnachrichten (n-tv) 40kg pro Person und Tag, aber immerhin - es zeigt, daß die Zeiten der unbegrenzten Versorgung zu Ende gehen. Gleichzeitig sinken Eurokurs und Goldpreis, während sich das Öl auf hohem Niveau hält.
1,9 - 22.5.2008
Ich bin an diesem Mittwoch kurz vor eins an einer Tankstelle vorbeigekommen, da kostete der Liter Super 1,539. Kurz nach sechs, an der gleichen Tankstelle, kostete er bereits 1,549. Mittlerweile habe ich in den Nachrichten gesehen, daß das Rohöl heute über 132 Dollar pro Barrel gegangen ist. Erdöl fließt über den Treibstoffpreis in jede Kartoffel ein, die auf Ihrem Tisch landet, in jedem Stück Brot, in jeder Rolle Klopapier. Wir stehen damit vor einer neuen Runde von Preiserhöhungen, die Kriterien für die Phase 2.
PS. Der Liter Benzin für fünf Mark war früher einmal eine Horrorvorstellung aus der Folterkammer der grünen Fundamentalisten. Jetzt sind wir bei drei Mark angelangt.
PHASE 2 - 4. Juli 2008
Nachdem der Benzinpreis bundesweit die Marke von 1,60 Euro pro Liter übersprungen hat, halte ich die Phase 2 für gerechtfertigt. Wir haben jetzt erkennbare Versorgungsmängel in Deutschland. Diese zeigen sich nicht in Form von leeren Regalen, sondern in Form von Teuerung.
Für uns ist der Rohölpreis auf den Weltmärkten weniger wichtig als der Literpreis an den Tankstellen. Dieser steigt derzeit schneller als der Rohölpreis, folglich löst er die Mangelerscheinungen aus. Es gibt einen saisonalen Effekt, weil jetzt die Ferien beginnen und zu diesem Zeitpunkt traditionell die Preise erhöht werden. Da allerdings der Ölpreis kontinuierlich ansteigt, brauchen wir nicht zu hoffen, daß wir an den Tankstellen noch einmal niedrigere Preise zu sehen bekommen.
Ratschläge: (Aus: Der Untergang)
Sie haben zum Glück mehr Zeit, als wenn ein Krieg ausgebrochen wäre. Deshalb führe ich hier die Ratschläge an, die im Ursprungstext unter Phase 1 angeführt worden sind:
Kaufen Sie haltbare Lebensmittel ein, auch solche, an die Sie bis jetzt nicht gedacht haben. Fertigbackmischungen zum Beispiel und Trockenhefe, wenn Sie Hefe zufügen müssen. Fünf Pfund Salz und zehn Pfund Zucker, 200 Brühwürfel, gekörnte Brühe oder Soßenpulver sind nützlich, während sich andere Hamsterer jetzt schon um Konserven prügeln. Denken Sie auch an Speiseöl, das können Sie besser lagern als tierische Fette. Legen Sie sich Wasser in 5-Liter-Kanistern zu, die Sie nach Verbrauch wieder mit Leitungswasser auffüllen.
Denken Sie auch an Knäckebrot (20 Packungen) und Schokolade (50 Tafeln). Das Brot hält sich Monate, die Schokolade Jahre. Zehn Scheiben Knäcke, eine Tafel Schokolade und eine Mutivitaminpille sind zwar nicht das, was die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsforschung als Tagesration empfiehlt, aber ein paar Monate können Sie damit ohne Mangelerscheinung überleben.
Besorgen Sie sich Bargeld, solange die Auszahlungsautomaten noch welches ausgeben. Überziehen Sie Ihr Konto aber erst, wenn die Finanzkrise deutlich sichtbar wird. Vorher brauchen Sie nicht zu hoffen, daß die Bank am Ende ist, bevor sie Ihnen den Gerichtsvollzieher schicken kann. Das Sparschwein Ihrer Tochter halten Sie als eiserne Reserve für den Notfall vor.
Wenn Sie Daten aus dem Internet benötigen, legen Sie los. Speichern Sie diese lokal ab oder drucken Sie diese aus. Sie haben Zeit, Sie können überlegen, was für Sie wichtig ist. Eine halbe Stunde pro Tag, ein Artikel, so wächst Ihre Sammlung fortlaufend.
Als Verwaltungsbeamter oder Bankangestellter sollten Sie sich außerdem ein paar Bücher mit Titeln wie "Ich schreinere alles selbst", "Metallbearbeitung für Anfänger" oder "Mauern leicht gemacht" zulegen, nebst dem darin empfohlenen Werkzeug. Wenn die Krise sich weiter zuspitzt, braucht niemand mehr Verwaltungsbeamte oder Bankangestellte, aber Handwerker werden gefragt sein.
Tanken Sie Ihre Fahrzeuge voll und füllen Sie einen Reservekanister. Mehr ist gesetzlich nicht zulässig, ein Kanister zu 10 Liter. Sollte die Polizei Sie mit 20 Kanistern erwischen, berufen Sie sich bitte nicht auf mich, denn das ist eindeutig verboten. Obwohl die Heizölpreise sehr hoch sind, sollten Sie Ihren Heizöltank auffüllen, damit Sie gut über den Winter kommen.
Horten Sie unbedingt die Medikamente, die Sie brauchen. Sie haben noch Zeit, also geht das unauffällig. Legen Sie sich alle zwei Monate einen Vorrat für drei Monate zu, so wächst Ihr Bestand ständig an. Fragen Sie, ob diese im Kühlschrank gelagert werden dürfen. Aber dann bitte kindersicher, Herztabletten sind schließlich keine Kaubonbons!
Es gibt erste Anzeichen einer Silberverknappung; die Münzanstalten in Kanada (Maple Leaf) und USA (Silver Eagle) rationieren ihren Austoß. Silberkontrakte ("Futures") werden nur noch an Industriekunden als Barren ausgeliefert, Normalspekulanten erhalten ausschließlich Papierdollars. Wie lange Gold noch in beliebigen Mengen verkauft wird, kann Ihnen niemand voraussagen.
Wenn Sie auch nur in Ansätzen an der Zahlungsfähigkeit Ihrer Lebensversicherung zweifeln - kündigen Sie diese! Noch gibt es für Ihr Geld genügend Gold. Vergessen Sie nicht: In Gold we trust - Werterhalt seit 5.000 Jahren!
2,1 - 27.8.2008
Weder die Scharmützel in Georgien noch der rasante Preisverfall bei Euro, Öl und Gold konnten diese Phasenerhöhung auslösen, Ursache ist das absolut ungeschickte Verhalten der Bundeskanzlerin und ihre eklatante Führungsschwäche. Jedes freundschaftliche, jedes vrständnisvolle Signal an Rußland würde dort zutiefst erfreut aufgenommen. Statt dessen droht eine Frau Merkel Rußland "ernste Konsequenzen" an - aus der Position einer Maus, die einem Tiger droht. In diesem Fall paaren sich persönliche Unfähigkeit mit striktem Gehorsam, die Selbstdegradierung zur Bauernrolle. Weil Bauern auf dem Schachbrett dazu da sind, um geopfert zu werden, setze ich Phase 2,1.
2,2 - 18.9.2008
Der Phasenzähler wird hochgesetzt, weil die ach so großartige staatliche Förderbank KfW noch schnell vor dem Bankrott von Lehman Brothers 300 Millionen Euro an dieses Institut überwiesen hat. Die Amateure haben längst gewußt, daß diese Bank am Ende ist, nur die hochbezahlten Profis haben es nicht kapiert und Geld in ein schwarzes Loch geschickt. Diese Idiotie wäre sogar noch zu verkraften, sie paßt sehr gut zu einer "deutschen" Führung aus Politikern. Noch schlimmer ist, daß der deutsche Einlagensicherungsfonds ebenfalls mit sechs Milliarden Euro an der Pleite einer US-Bank beteiligt ist. Der Sicherungsfonds, der dazu da ist, um die Spargroschen von Witwen und Waisen abzusichern, ist bereits jetzt bis auf 4,6 Milliarden Euro leergeräumt worden, die Banken müssen folglich 1,4 Milliarden Euro nachschießen. Das heißt, Ihre Spargroschen sind darauf angewiesen, daß der Staat Ihnen im Notfall beispringt, also eine Kanzlerin, die bislang vor allem durch Steuererhöhungen und Fernflüge aufgefallen ist.
2,3 - 6.10.2008
In einem Punkt hat unsere Frau Merkel recht: Die Bankenaufsicht taugt nichts. Nicht nur die in Amerika, sondern auch die in Deutschland. Die BaFin ist eine Behörde, die - oh Wunder - dem Bundesfinanzministerium untersteht. Und die Vorgesetzte des Finanzministers ist, ja, richtig, die Bundeskanzlerin. Die Finanzkrise ist nicht erst gestern ausgebrochen, sondern vor über einem Jahr. Sie war sogar schon viel länger abzusehen. Das heißt, eine fähige Bundeskanzlerin hätte Zeit gehabt, den Schaden zu begrenzen. Ein fähiger Finanzminister hätte Zeit gehabt, die ihm unterstellte Behörde auf Vordermann zu bringen. Und ein fähiger Verbraucherschutzminister hätte Zeit gehabt, die Sparer besser zu schützen. Getan haben alle drei nichts, weder Merkel, noch Steinbrück, noch Seehofer.
Mit einer solchen Führung muß ich Phase 2,3 setzen. Wir arbeiten uns nicht aus der Finanzkrise hinaus, sondern immer tiefer hinein. Die Regierung hat keinerlei Konzepte. Jetzt wackelt mit der Hypo Real Estate die erste Bank, die im DAX gelistet ist. Unser gesamtes Bankensystem ist instabil geworden.
2,4 - 18.10.2008
Ich habe zwar noch immer keine Bestätigung, daß die Banken eine Direktive erhalten haben, kein Gold bzw. Metall mehr zu verkaufen, aber die Tatsache, daß die Goldhändler im Internet diese ganze Woche über kein Material anzubieten hatten, dokumentiert den Zustand eindeutig. Kein Angebot, bei gleichzeitig einbrechenden Preisen, ist widersinnig. Hinzu kommen Anrufe, in denen mir mitgeteilt wird, daß die neuen Silberzehner von den Banken nur an ausgewählte Kunden und in ganz geringen Mengen verkauft werden, also praktisch unter der Ladentheke.
Ein weiterer Faktor sind Störungen der internationalen Warenströme durch die Finanzkrise. Der Handel wird über Bankbürgschaften abgewickelt, und Banken, die sich gegenseitig nicht mehr vertrauen, werden sich hüten, füreinander zu bürgen. Deshalb bleiben Schiffe unbeladen...
Der dritte Punkt ist das hohe Tempo, mit dem das Rettungspaket für die Banken durch die parlamentarischen Gremien gepeitscht wurde. Von dieser Regierung und von dieser Kanzlerin sind wir betulicheres Handeln gewohnt, mit einer derartigen Geschwindigkeit werden nicht einmal Diätenerhöhungen durchgezogen. Das heißt also, die Hütte brennt, und zwar lichterloh. Ich halte die ergriffenen Maßnahmen nicht für grundsätzlich falsch, aber für viel zu früh. Staatsgarantien sind ein Mittel für das Ende einer Krise, nicht für deren Auftakt. Abgesehen davon sollten damit nicht die Banken gerettet werden, denn die haben das Problem verursacht, sondern die Bürger, die unter den Rendite-Spinnereien der hofierten Bankengrößen zu leiden hatten.
2,5 - 3.11.2008
Der gewichtigste Grund sind die Ausfälle im internationalen Schiffsverkehr. Die Hafenumsätze sind weltweit um ca. 50% zurückgegangen. Hafenumsätze bedeuten, daß Fracht nicht umgeschlagen wird. Und Fracht, die nicht auf Schiffe geladen wird, kommt in den Handelsmetropolen nicht an. Was dort nicht ankommt, fehlt in den Läden, fehlt im Weihnachtsgeschäft. Die Weltwarenströme kommen ins Stocken, damit fehlt der Nachschub. Bauern in fernen Ländern bleiben auf ihren Ernten sitzen, Arbeiter in anderen Ländern verlieren ihre Anstellung und ihr Einkommen. Die Zeichen stehen auf weltweiter Depression, so wie 1929.
Unsere Regierung hat als Lösung ein Konjunkturprogramm zu bieten, das allerdings vorerst nicht so genannt werden soll, trotzdem soviel kostet. Neben dem Hilfsprogramm für die Bankmanager über 480 Milliarden Euro gibt es eine Bundesbürgschaft für die Sparguthaben in Höhe von 1.000 Milliarden Euro und eben dieses Konjunkturpaket von 50 Milliarden Euro. Wir bewegen uns damit in der Größenordnung von 1,6 Billionen, dem Betrag der Staatsschulden, die in den 60 Jahren BRD angehäuft wurden.
Das Problem hinter diesen Schulden ist, daß jemand dieses Geld auf den Tisch legen muß, also ein Gläubiger. Oh ja, die Bundesbürger haben ein Billionenvermögen auf der "hohen Kante" - doch diese Guthaben sind bereits anderweitig verliehen. Eine Bank muß schließlich die Zinsen für die Guthaben erwirtschaften - und das geht nur, indem dieses Geld anderweitig ausgeliehen wird. Wenn Frau Meier 50.000 Euro von ihrem Sparbuch nimmt und dafür Bundesanleihen kauft - also ihr Geld dem Bund leiht - muß die Sparkasse die 50.000 Euro irgendwo loseisen. Das Geld fehlt folglich woanders... Die 50.000 Euro gehen ins Konjunkturprogramm, müssen aber gleichzeitig aus dem Topf der Bankensicherung nachgeliefert werden, weil die Bank sonst ins Schleudern gerät. Woher soll aber nun dieses Geld kommen? Und wenn die Banken fallen, muß die Bundesbürgschaft für die Guthaben einspringen...
Die Situation gleicht dem Versuch, mit einem 1-Kilo-Feuerlöscher drei Wohnungsbrände zu bekämpfen. Selbst wenn es bei einem Brandherd gelingen sollte, greift das Feuer von anderen Stellen erneut über und macht den Erfolg zunichte. Die Vielzahl an Rettungspaketen läßt sich letztlich nur mit der Druckerpresse finanzieren, mit der Ausweitung der Geldmenge. Das wiederum bedeutet Inflation, eine Verteuerung der Importe - mit dem Ergebnis, daß die Warenströme noch weiter zusammenbrechen, weil das Vertrauen in das Geld der Kundenländer fehlt.
China kann jederzeit 50 Millionen neue Jobs schaffen - bei der Infanterie. Phase 2,5 bedeutet, daß wir auf der Kippe stehen, zwischen Wirtschaftskrise und Weltkrieg.
2,6 - 1.1.2009
Auslöser für Phase 2,6 ist der Krieg Israels im Gaza-Streifen. Die Finanzkrise ist primär eine Vertrauenskrise, bei der Banken zu anderen Banken und Wirtschaftsunternehmen so wenig Vertrauen haben, daß sie keine Kredite mehr vergeben. Zu den menschlichen Verhaltensweisen, die am wenigsten geeignet sind, Vertrauen aufzubauen, gehört eindeutig der Krieg.
Da Isarel ebenso eindeutig von den Amerikanern unterstützt wird, kann es sich kein arabischer Staatsfonds in den nächsten Wochen leisten, irgendwelche Hilfen für die USA zu vergeben. Angesichts der verfallenen Preise für Rohöl wäre es jedoch eine höchst populäre Maßnahme, die Ölförderung zu drosseln. Das schont zum einen die eigenen Reserven, zum anderen treibt das die Preise in die Höhe. Nach einer angemessenen Frist, wenn wieder Friede herrscht, wird die Förderung wieder aufgenommen und der Ausfall durch die höheren Preise wieder hereingeholt.
Phase 3 sind merkliche Versorgungsmängel in Deutschland. Krieg bedeutet immer ein Mangel, auch wenn Israel im Weltmaßstab zu den absolut unwichtigen Ländern gehört. Die Emotionen, die mit diesem Krieg verbunden sind, bilden eine Gefahr, die sich in der Realwirtschaft niederschlagen dürfte. Ich bin der Ansicht, daß mit diesem Krieg der Rubikon überschritten wurde, wir also jetzt in die Krise abkippen werden.
2,7 - 17. April 2009
Schon die dritte US-Großbank hat einen Milliardengewinn gemeldet. Warum? Weil die Bilanzierungsregeln geändert worden sind. Jetzt werden toxische Papiere nach Gutdünken bewertet und zu diesem Preis am Ende dem Steuerzahler untergejubelt. Das ist kein Signal für das Ende der Krise, sondern das Wetterleuchten am Horizont, das ankündigt, daß es jetzt mit Macht über uns hereinbrechen wird. Parallel dazu erscheint die Meldung, daß wir in den nächsten Jahren weltweit mit steigenden Lebensmittelpreisen rechnen müssen, trotzdem (bzw. gerade deswegen) würden dann mindestens eine Milliarde Menschen hungern. Die Lösung sei die Gentechnik bei Agrarpflanzen, will man uns einreden. Es stimmt zwar, daß genetisch veränderte Pflanzen höhere Erträge bringen, aber deren Saatgut ist so teuer, daß es sich die Hungernden nicht leisten können. Außerdem ist dieses Saatgut nur einmal keimfähig, für die nächste Aussaat muß wieder teuer eingekauft werden. Wie gesund und nahrhaft das Zeug ist, zeigt die schöne Verordnung, daß Honig, den Bienen auf solchen Feldern eingesammelt haben, als Sondermüll entsorgt werden muß. Zusammen mit den Entlassungen und der sich ausweitenden Kurzarbeit in Deutschland kann ich nur eines sagen: PHASE 2,7.
2,8 - 25. Juni 2009
Bisher sind für 2009 Schulden in Höhe von 47,6 Milliarden Euro geplant, 2010 werden es 86,1 Milliarden, 2011 sollen es 71,7 Milliarden werden, 2012 dann 58,7 Milliarden und 2013 schließlich 45,9 Milliarden. Natürlich stammen diese Zahlen von Experten, deshalb können Sie darauf vertrauen, so als... als hätten Sie eine exakte Planung, wie viel Geld Sie im Lotto gewinnen werden. Kein Mensch kann Ihnen heute vorhersagen, ob es in diesen Jahren den Euro oder die BRD noch gibt.
Wir haben in den letzten Tagen sehr viele gute Nachrichten gehört, vor allem die Konjunkturerwartungen sind gestiegen, offiziell wird von einem baldigen Ende der Krise gesprochen. Die Zahlen dieser Haushaltsplanung sagen etwas völlig anderes. Vermutlich benötigt der Staat viel mehr Geld, als hier angegeben. Dieses Geld muß irgendwo geliehen oder geschaffen werden. Fragt der Staat intensiv Kredite nach, fehlen sie der Wirtschaft. Wird das Geld geschaffen, etwa indem die Europäische Zentralbank Staatspapiere aufkauft und so Geld "druckt", steigt die Inflationsgefahr. Wir bewegen uns also zwischen Scylla Depression und Charybdis Hyperinflation. Ein schlingerndes Staatsschiff, wie wir es dank der geringen Qualifikation unserer Regierung vor uns haben, wird sich bestimmt mit beiden Monstern einlassen.
2,9 - 15. August 2009
Vielleicht mache ich mich jetzt lächerlich, weil ich den letzten Haltepunkt vor der Phase 3 erreicht sehe. Gibt es dafür mehr Argumente, als ein bloßes Gefühl oder eine Legung von Tarotkarten? Ja! Die derzeitige Nachrichtenlage ist derart widersprüchlich, daß ich daraus schließe, daß wir uns dem ersten Zusammenbruch nähern, der Armutskatastrophe. Auf der einen Seite wird von Aufschwung geredet, vom Ende der Krise, von neuer Hoffnung. Auf der anderen Seite explodieren die Staatsschulden, die Zahlen für 2010 gehen sogar über die 300 Milliarden Euro hinaus. Die deutsche Wirtschaft stellt ein - und zwar vorzugsweise die Arbeit, denn allenthalben ist die Rede von Massenentlassungen. Die Kanzlerin, die schon bisher außer sich selbst im Flugzeug nichts bewegt hat, scheint uneinholbar vorne zu liegen, Gegenkandidat Steinmeier kann höchstens noch hoffen, die FDP zu verhindern und die große Chaos-Koalition zu erneuern. Noch funktioniert in Merkel-Deutschland die Propaganda, viel besser als unter Dr. Goebbels, denn es gibt keine "Feindsender" mehr, die Gegenteiliges behaupten. Der Kessel steht kurz vor der Explosion, doch alle Sicherheitsventile sind blockiert, weil die schwächste Regierung der Nachkriegszeit auf ihre Wiederwahl spekuliert.
Ich hatte heute ein interessantes Gespräch. Der Gegenüber hat mir vorgerechnet, er zahle von seinem Brutto-Lohn über 50% Abgaben. Wenn er etwas kaufe, ob ein Bierglas oder ein Auto, zahle er weitere 19% Mehrwertsteuer, was seine Belastung auf 70% ansteigen läßt. Nun geht es aber noch weiter: In dem Produkt steckt die Mineralölsteuer für den Transport, zum Hersteller und schließlich zum Kunden. Es steckt Körperschaftssteuer darin, Gewerbesteuer und weitere Steuern des Betriebs, der das Produkt herstellt. Dazu kommen noch die Steuern und Abgaben der Arbeiter, die das Produkt herstellen. Das heißt, der Steuer- und Abgabe-Anteil beträgt 85% bis 90% vom Brutto-Lohn. Trotzdem kommt der Merkel-Staat mit diesem Geld nicht aus, er muß sich mehr und mehr leihen. Nach der Wahl kommen Steuererhöhungen, Pkw-Maut und höhere Arbeitslosigkeit. Keine Partei bietet auch nur den Hauch eines Ansatzes, um den Zusammenbruch abzuwenden. Die Traumtänzer von der SPD versprechen vier Millionen neue Null-Euro-Jobs, die CDU bietet die Tunix-Kanzlerin, die CSU kündigt noch mehr Guttenberg an, die FDP hält eine einfache Westerwelle für eine Erfolgs-Tsunami, die Linken... oh... Ach ja, die werden uns den Lafo machen. Immerhin sind sie ehrlich genug, Steuererhöhungen anzukündigen. Bei einem solchen Angebot kann ich nur mit einem reagieren: Phase 2,9 - und warten, daß die Herrschaften uns in den Abgrund führen.
PHASE 3 - 2. Mai 2010
Das Zittern in Griechenland hat ein Ende: Die Finanzminister der Eurozone sagten dem hoch verschuldeten Land für die nächsten drei Jahre Kredite in Höhe von 110 Milliarden Euro zu. Den Löwenanteil von 80 Milliarden übernehmen die Staaten der Währungsunion. 30 Milliarden schießt der IWF zu.
Diese Meldung stammt von der Internetseite der Tagesschau. Es ist also passiert, Griechenland erhält Geld aus den Töpfen der EU-Staaten. Rechnerisch entfallen 21,6 Milliarden davon auf Merkel-Deutschland, in der Realität dürfte der deutsche Anteil 40 bis 60 Milliarden Euro betragen. Wir kennen solche Zahlungsversprechen zur Genüge: Israel sollte von Adenauer einmal drei Milliarden Mark erhalten, als endgültige und abschließende Wiedergutmachung. Geflossen sind inzwischen 300 Milliarden - Euro, nicht Mark. Plus "Kleinigkeiten" wie Zugang zur deutschen Rentenversicherung oder Zuschüsse zum Bau von Synagogen und Gemeindezentren innerhalb der BRD.
Das ist wie bei einem öffentlichen Bauvorhaben: Die zuerst genannte Summe ist die geringste und hat mit dem Endpreis absolut nicht zu tun. Heute ist der letzte Damm zum finanziellen Ruin von Merkel-Deutschland gefallen. Ja, ich gebe zu, unsere Läden sind voll, wir haben keine Versorgungsschwierigkeiten, niemand hungert in Deutschland. Der entscheidende Schritt dazu ist jedoch getan. Ja, gewiß, Griechenland wird harte Einschnitte versuchen, sie riskiert sogar einen Bürgerkrieg. EUROGENDFOR wird bald zeigen, was diese Truppe kann.
Natürlich spricht die Bundeskanzlerin beschönigend von Krediten. Die staatliche KfW leiht sich das Geld für 1,5% bei der EZB - nirgendwo sonst ist dieser Zinssatz zu bekommen - und verleiht das Geld zu 5,0% an Griechenland. Und damit wird die Sache anrüchig: Wieso kann sich Griechenland das Geld nicht direkt leihen, zu 1,5%? Griechenland will 30 Milliarden einsparen, wie soll es da 110 Milliarden zurückzahlen können? Für dieses Geld wird am Ende nur einer aufkommen: der deutsche Steuerzahler.
Die Regierung streut uns Sand in die Augen, verschleiert die Wirklichkeit - und spielt ganz einfach falsch. An diesem 2. Mai 2010 wurde die Währungsunion in Europa zu Grabe getragen. Die Idiotie von Kohl, Genscher und Waigel wird uns noch unglaublich viel Geld kosten. Der Beschluß der Finanzminister wird für ein paar Monate Ruhe sorgen, dann bricht die Zerstörung endgültig über uns herein. Ich rechne weiterhin mit einer Währungsreform im Herbst.
3,1 - 10. Mai 2010
Jetzt wird aber regiert! Die Kanzlerin hat heute einfach aus dem Handgelenk Steuererleichterungen für die nächsten zwei Jahre abgeschmettert. Die FDP sitzt ab sofort am Katzentisch und darf bestenfalls in die Kamera winken und hin und wieder ein paar Euro ins Ausland tragen (im Entwicklungshilfe-Ministerium). Sobald der neue Finanzminister Rüttgers den Kassensturz hinter sich hat, wird er so große Lücken finden, daß die Steuern erhöht werden müssen.
Das ist jedoch nur der Nebenkriegsschauplatz für Phase 3,1. Die Schicksalsmelodie wurde in Brüssel gespielt, mit dem neuen Nothilfepaket von 750 Milliarden Euro. In dem Paket stecken 60 Milliarden Abrufkredit "aus den Mitteln der EU-Kommission". Seit wann hat das Politbüro der EUdSSR ein gefülltes Sparschwein? Das ist Geld, das die Mitglieder nach Brüssel überweisen, damit die es dort weiterverteilen. Der Verwaltungsaufschlag kommt noch hinzu, denn die Herrschaften in Brüssel wollen bestens bezahlt werden.
Für die nächsten 440 Milliarden soll "für drei Jahre" eine "Zweckgesellschaft" gegründet werden. Diese Zweckgesellschaft ist eine Bank, die Kredite aufnimmt und an die bedürftigen Nationen weiterreicht. Bislang hat es noch keine EU-Institution geschafft, sich wieder aufzulösen. Wenn die Damen und Herren erst mal installiert sind, wird zunächst ein multinationales Gourmet-Restaurant als Kantine eingerichtet, dann ein Wellness-Bereich aufgebaut, dann... Jedenfalls richten die sich für die Ewigkeit ein. Zweck dieser Bank dürfte sein, Kredite bei der Notenbank aufzunehmen und diese an die Staaten weiterzuleiten, was bisher nach EZB-Statut verboten ist. Als Sicherheit bekommt die EZB die Suprime-Anleihen der Pleitestaaten.
Den Gipfel dieser Hilfsmaßnahmen bilden 250 Milliarden Euro vom IWF. Dank dieser Einbindung darf die ganze Welt bei den EU-Angelegenheiten mitreden. Natürlich werden nicht Ruanda oder Tasmanien in Europa mitregieren, sondern vor allem die USA. Die europäische Währung steht damit unter der Kontrolle Washingtons.
Der "Schlag gegen die Spekulanten" führt zu einer Inflationierung der Währung und zu höheren Lasten für Deutschland, das diese Zeche natürlich bezahlen muß. An diesem 10. Mai wurden die hohen Steuern festgeschrieben und der Untergang des Euros in die Wege geleitet. Mit viel Geld wurden einige Monate Zeit erkauft, auf Kosten der Bürger Europas. Jede Brieftasche wurde angezapft, um das Geld in die Banken zu pumpen. Solange es sich nur um Papier handelt, wäre das in Ordnung, doch dieses Papier wird in Sachwerte umgewandelt - in Form einer permanenten Enteignung.
3,2 - 31. Mai 2010
Phase 3,2 hat nicht ein zurückgetretener Bundesgrüßhorst ausgelöst, sondern ein Akt der Piraterie durch unsere ach so gehätschelten "Zero Points for Germany"-Freunde in Israel. Piraterie? So nennt man doch das Aufbringen von fremden Schiffen in internationalen Gewässern, oder? Natürlich ist es eine Provokation, in das größte Konzentrationslager auf Erden, das abgeriegelte Ghetto von Gaza, einen Hilfskonvoi zu schicken. Natürlich spricht Israel von Waffenlieferungen, "die Tausenden von Zivilisten das Leben kosten würden". Und natürlich wollen die Damen und Herren in Israel nicht mit den SS-Totenkopfverbänden verglichen werden. Aber hätten die Israelis wirklich diesen Überfall in internationalen Gewässern durchführen müssen? Und vor allem, hätten diese Elite-Mörder mit all ihrer martialischen Schutzausrüstung wirklich das Feuer auf die Friedensaktivisten eröffnen müssen? Wie soll ich diese Piraten sonst bezeichnen, es sind Soldaten und laut deutschen Gerichten ist es zulässig zu behaupten, daß Soldaten Mörder seien. Wenn ich mir die Tötungsbilanzen anschaue, sind israelische Soldaten sogar besonders gute Mörder.
Israel legt das Völkerrecht nach Belieben aus. Wenn "Messer und Stangen" im Spiel sind und mit Maschinengewehren zurückgeschossen wird, dann ist das, freundlich ausgedrückt, asymmetrisch. Eine hochgerüstete, professionell ausgebildete Armee sollte andere Maßnahmen beherrschen, als Zivilisten niederzumetzeln. Wir sind dem weltweiten Krieg damit einen Schritt näher gekommen, denn Israel hat sich wieder einmal von seiner häßlichen, seiner mörderischen Seite gezeigt. Gewalt bleibt nicht unbeantwortet, so sind wir Menschen nun einmal. Israel hat heute den Frieden im Land für die nächsten Monate abgeschlachtet. Die Bevölkerung wird das büßen müssen, was ihre Regierung angerichtet hat. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, daß sich diese Regierung in außenpolitische Abenteuer stürzt, um vom Chaos im Inneren abzulenken. Die Lunte am Pulverfaß hat bisher geglimmt, jetzt brennt sie hell. Uns bleiben nur noch ein paar Wochen zur Vorsorge.
Die Ratten verlassen das Schiff, wann sinkt es nun endlich? Köhler, der blasseste Präsident seit und nach Johannes Rau, wurde ein bißchen angeschossen und schon tritt er zurück? Nein, da steckt mehr dahinter, sonst würde seine Empfindlichkeit nicht derart betont. Hier wurde ein Hindernis beseitigt, jemand, der vielleicht doch noch ein wenig wirtschaftlichen Sachverstand besessen hat. Der Nachfolger wird alle Gemeinheiten abnicken, die gegen das Volk beschlossen werden. Jetzt kann die BRD weiter ausgeplündert werden, bis sie zugrunde geht. Insofern sind wir einen Schritt näher an die Währungsreform und den Staatsbankrott gerückt.
Phase 3,3 - 23. November 2010
In einem Monat ist Weihnachten, zuvor erleben wir die Zeit der klingenden Kassen. Natürlich habe ich nichts dagegen, wenn Sie bei mir ein paar Bücher bestellen, also auch mir eine klingende Kasse bescheren. Ich möchte aber, daß Sie noch mehr einkaufen, beispielsweise meine berühmten Ravioli-Dosen. Oder eben Ölsardinen. Der Euro wird nicht mehr lange leben, also geben Sie ihn aus, solange Sie dafür noch etwas bekommen. Sie gehen ohnehin einkaufen, Ihre Einkaufswagen sind sowieso gut gefüllt. Ein paar Dosen mehr fallen da nicht ins Gewicht - und bald dürften Sie froh sein, daß Sie diese Dosen gekauft haben.
Wir hatten eine lange Pause, seit ich am 10. Mai die Phase 3,2 gesetzt habe. Damals erlebten wir die Griechenland-Krise, die gerade so bewältigt wurde. Die EU spannte einen Rettungsschirm auf, 750 Milliarden Euro, aus Bürgschaften der anderen Staaten. Griechenland wurde gerettet, selbst als durchsickerte, daß die griechischen Schulden weit höher sind als bisher eingestanden wurde, blieb alles ruhig. Gerade eben wurde Irland unter diesen Rettungsschirm geholt, nach ein paar Tagen des Zauderns. Kaum ist dieser Beschluß gefaßt, wird schon vorn Portugal gesprochen.
Die Domino-Steine fallen, einer nach dem anderen. Der Endkampf des Euro hat begonnen, die Währung hat ihre besten Zeiten hinter sich. Bereiten wir uns auf die Zeit nach dem Euro vor. Oh, bis Weihnachten passiert nichts, das wäre schlecht fürs Geschäft. Danach aber, ab dem 1. Januar 2011, ist der Euro... nein, nicht reif, sondern eine wandelnde Leiche, ein Todeskandidat auf dem Weg zur Hinrichtung.
Phase 3,4 - 20. März 2011 - Krieg gegen Libyen
Der Krieg gegen Libyen ist nur der finale Anlaß, um den Phasenzähler hochzusetzen. Die Ursachen liegen in den Ereignissen der letzten zwei Monate:
1. Ende der alten Regime in Tunesien und Ägypten, Unruhen in Algerien, Jemen, Bahrain und Saudi-Arabien. Bisher stabile Regierungen wurden gestürzt. Was danach kommt, ist unsicher. Bisher sind die Islamisten nicht als politische Kraft in Erscheinung getreten, doch das kann sich jederzeit ändern. Die ganze Region kann ins Chaos abgleiten, vor allem, wenn Israel gegen den Iran losschlagen sollte. Auch die Ölregion hat sich nicht wirklich beruhigt. Die Ölpreise würden explodieren, wenn das Regime in Saudi-Arabien fällt. Noch schafft es das saudische Königshaus jegliche Opposition mit Geldsäcken zuzuschütten.
2. Das Erdbeben, die Tsunami und die Reaktorunglücke in Japan haben eine der größten Volkswirtschaften der Welt auf Monate hinaus gelähmt. Dank der Globalisierung und der "Just-in-time-Produktion" stecken japanische Teile in zahllosen Produkten - und die Lagerkapazitäten sind sehr gering. Schon in der nächsten Woche fallen in deutschen Automobilfabriken Schichten aus. Japan braucht das Kapital, das es bisher exportiert hat, im eigenen Land zum Wiederaufbau. Dieses Geld wird aus der Weltwirtschaft abgezogen. Es muß folglich nachgedruckt werden - in den nächsten Wochen und Monaten werden wir schwere Währungsturbulenzen erleben.
3. Die Euro-Krise ist noch lange nicht überwunden. Griechenland, Portugal, Spanien und Irland wurden in ihrer Bonität von Ratingagenturen heruntergestuft. Zwar haben diese Länder in diesem Jahr noch keine neuen Gelder aus dem Rettungsschirm abgerufen, doch die kürzlich erfolgte Ausweitung desselben zeigt sehr deutlich, daß wir bald mit schlechten Nachrichten rechnen müssen. Japan wird keine EU-Anleihen mehr zeichnen, bleibt als letzter großer Geldgeber noch China übrig. China hat jedoch selbst Probleme mit seiner Binnenkonjunktur und einer stark gestiegenen Inflation. Mit der EU und dem Euro steht es folglich nicht zum Besten.
4. Der Krieg gegen Libyen gibt den Umbrüchen in Nordafrika eine völlig andere Qualität. Mit Frankreich hat sich eine europäische Nation als oberster Kriegstreiber betätigt. Die Unruhen in Libyen hatten von Anfang an eine andere Qualität als Tunesien und Ägypten, hier lag das Zentrum nicht in der Hauptstadt, sondern deutlich davon entfernt. Waren Tunesien und Ägypten Hungeraufstände, so revoltierten in Libyen Menschen, die bisher durch den Diktator besser versorgt wurden als der Rest von Nordafrika. Die Vermutung liegt nahe, daß hier die CIA die treibende Kraft gewesen war. Gaddafi hat Israels Netanjahu um Hilfe gebeten und diese zugesagt bekommen (googeln Sie einfach, wenn Sie's nicht glauben). Libyen hat aufstrebende junge Politiker im Westen finanziell unterstützt, deshalb gehe ich davon aus, daß nicht nur Jörg Haider, sondern auch Nicolas Sarkozy von Gaddafi Geld für seine Präsidentschaftswahl bekommen hat. Den Gläubiger zu eliminieren, wenn man die Schulden nicht zurückzahlen möchte, ist eine Tradition, von der Juden seit Jahrhunderten berichten. Das würde den Blutdurst von Sarkozy hinreichend erklären.
Dank der Verunsicherung durch Guttenberg und der bisherigen Reformen ist die Bundeswehr nicht in der Lage, sich aktiv an den Kämpfen in Libyen zu beteiligen. Das erklärt die Zurückhaltung der Kanzlerin noch besser als die anstehenden Wahlen. Die Wahlen werden die Handlungsfähigkeit der Bundesregierung noch weiter einschränken, da sie die Kanzlerin beschädigen und selbst die CDU dazu veranlassen werden, über ihre Führung nachzudenken. Eine Kanzlerin, deren größte Befähigung im Aussitzen durch Nichtstun besteht, wird in den sich abzeichnenden Krisen zur großen Belastung für Vierzonesien.
Ich hoffe, daß jeder Leser die wichtigste Lektion aus Japan gelernt hat: Vorrat ist der beste Rat! Niemand in Japan hat geglaubt, daß plötzlich die Supermärkte leer oder geschlossen sind. "Ein bißchen Reis, ein bißchen Gemüse" - Sie sollten mehr im Haus haben! Sorgen Sie vor, mit Decken und Konserven, mit Kerzen und allen Medikamenten, die Sie brauchen. Sie sollten für ein Vierteljahr eingedeckt sein!
Phase 3,5 - 3. Juni 2011 - Neues Geld für Griechenland
Prima haben die Griechen es hingegriecht, daß ihre Sparanstrengungen ausgezeichnet bewertet wurden und neues Geld von IWF und Euroland bekommen. Ob Goldman Sucks wieder als helfende Hand im Hintergrund tätig war? Jedenfalls will der Gschaftlhuber Juncker den Griechen wieder zwölf Milliarden zuschieben, vielleicht aber auch mehr, die 60 Milliarden, die schon lange Zeit im Gespräch sind.
Griechenland ist nicht saniert und selbst das berühmte Milchmädchen käme nicht auf den Gedanken, daß Privatisierungen in Höhe von 50 Milliarden Euro ausreichen, um auch nur die 110 Milliarden des bisherigen Rettungsschirms zurückzuzahlen. Das heißt, man könnte es natürlich hingriechen: 50 Milliarden aus Privatisierungen und 60 Milliarden aus neuen Krediten ergeben die 110 Milliarden - und ich nehme an, daß in unseren Parlamenten Leute sitzen, vermutlich sogar mit den großartigen Doktor-Titeln vor dem Namen, die diese Blödsinnsrechnung nachvollziehen können.
Griechenland ist am Ende und nicht mehr zu retten. Jeder Cent, der in dieses Land noch geschoben wird, dient einzig und allein der Insolvenzverschleppung. Diese ist nicht umsonst ein strafwürdiges Verbrechen, denn je länger eine Insolvenz hinausgezögert wird, desto höher wachsen die Schulden und desto mehr Geld wird am Ende vernichtet. Wäre es das Geld der Banken, könnten wir das gelassen hinnehmen. Aber es ist unser Geld, das Geld der Steuerzahler, das Geld der Sparer. Witwen und Waisen werden hier betrogen, nicht die Superreichen. Hier wird ein gigantischer Betrug aufgebaut, ein Betrug zu Lasten der kleinen Leute, der Armen und Bedürftigen.
Hier wird ein Bürgerkrieg vorbereitet, eine furchtbare Entladung. 3,5 ergibt nach den Rundungsregeln bereits 4. Die sozialen Unruhen der Phase 4 brechen aus, sobald offenkundig wird, daß dieses Geld, das Geld der einfachen Leute, verloren ist. Griechenland hat ein paar Wochen gewonnen - Wochen, für die mit Blut bezahlt wird. Das Weltfinanzsystem ist derart instabil, daß es jetzt jederzeit zusammenbrechen kann. Jederzeit - nächstes Wochenende, zu Pfingsten, in drei Monaten, nächstes Jahr... Jeder Tag ist ein neuer Ziegelstein auf dem Sicherheitsventil, jeder Tag läßt den Druck im Kessel noch höher steigen. Die Explosion wird dadurch um so heftiger.
Eine letzte Anmerkung: Wir gerieren uns in der Arroganz einer Finanzgroßmacht, wenn wir immer nur auf den Dollar starren und daraus ableiten, daß der Euro doch ganz gut dastehe. Werfen wir einen Blick auf die Europa-Karte, entdecken wir im Sumpf der EU eine Insel namens Schweiz. Zu Zeiten von Bretton Woods stand der Franken auf ungefähr 89 Pfennig, also 45 Cent. Heute steht der Franken auf 83 Cent - oder 1,63 D-Mark. Euro und Dollar können gleichzeitig fallen, gegen die restlichen Währungen der Welt. Ist die Schweiz eine Insel der Seligen? Ja, im Augenblick schon, aber - die Schweizer werden es mir hoffentlich nicht verübeln - die Schweiz ist ein Zwerg. Klein, stark, robust, unterschätzt - aber wenn die Last eines Riesen auf seine Schultern getürmt wird, bricht der Zwerg schließlich zusammen. Und noch etwas: Der Schweizer Franken ist eine Papierwährung wie alle anderen Währungen der Welt. Im Falle eines Falles ist nur Gold so gut wie Gold!
Phase 3,6 - 8. August 2011 - Herabstufung des Kreditratings der USA
Ich setze diesen Wert halbherzig. Auf der einen Seite ist er durch die Probleme im Euroland ebenso gerechtfertigt wie durch den Verfall der Börsenkurse (DAX: 1200 Punkte minus innerhalb von acht Tagen) und dem Downgrading der USA durch Standard & Poor's. Auf der anderen Seite wirkt sich das noch nicht auf unser alltägliches Leben aus. Allerdings, in einem Punkt muß ich das einschränken: Betrachten Sie diese Ereignisse als ein intensives Klingeln, doch endlich jene Vorräte aufzustocken, die Sie schon immer anlegen wollten. Ich möchte eine kleine Liste anfügen, was Sie alles in den nächsten Tagen und Wochen anschaffen können. Die Liste ist einerseits nicht vollständig, andererseits nicht verpflichtend. Wählen Sie aus, was Sie für sinnvoll halten, und ergänzen Sie, was ich übersehen habe.
Ravioli in Dosen (das muß ja vorne stehen), Dosenbrot, Bundeswehr-Hartkekse, Aspirin, Klopapier, Corned Beef, Fischkonserven, Fleischkonserven, Wurstkonserven, Klopapier, Müllsäcke, Gaskocher, Gaskartuschen für diesen Kocher, Outdoor-Wasserfilter, Aktivkohle für diesen Wasserfilter (im Handel für Aquaristik deutlich billiger), Ibuprofen, Betaisodona, Verbandmaterial, Pflaster, Voltaren, Mobilat, Nudeln, Reis, Brühwürfel, Instant-Soße, Milchpulver, Werkzeuge, Nägel, Feuerzeug, Zündsteine, Feuerzeugbenzin, Holz, Decken, Speise-Öl, Saatgut.
Ich wiederhole: die Liste ist unvollständig und als Anregung gedacht. Wie lange Sie noch alles kaufen können, ist unsicher. Gold und Silber sind gut, um Ihr Vermögen zu retten, die hier aufgeführten Dinge sind für Ihr Überleben bestimmt, wenn es hart wird. Und es wird hart, es wird schwieriger. Die Herabstufung der USA ist ein deutliches Anzeichen, daß der Epochewandel begonnen hat.
Ich setze 3,6 halbherzig, weil ich nicht weiß, was ich als nächstes setzen werde. 3,7 ist möglich, aber auch 4,0 oder gar 5,0 - die Regierung schwimmt, und sie hat keinerlei fähiges Personal. Sowohl Politiker als auch führende Beamte sind Parteifunktionäre, die wegen ihres Funktionierens für die Partei in ihre heutigen Ämter gelangt sind, nicht wegen ihrer Befähigung zur Führung, ihrer fachlichen Kenntnisse oder ihrer Ideen zur Lösung von Problemen. Ich gehe jedoch davon aus, daß wir noch eine "wundersame" Rettung erleben werden, die den Zusammenbruch hinausschiebt, das System über den August fortleben läßt.
In Tottenham haben wir dieses Wochenende soziale Unruhen gesehen, die wundersame Rettung könnte sie in Deutschland auslösen. In Griechenland sind die sozialen Unruhen im vollen Gange, während gleichzeitig die Regierung die Zwangsmaßnahmen der Phase 5 verkündet hat. Wir nähern uns der Klippe, und unsere Regierungen entschließen sich zu großen Schritten nach vorne.
Phase 3,7 - 16. September 2011 - Vorboten der Währungsreform
Ich teile nicht die Ansicht des Herrn Eichelburg, daß eine Währungsreform unmittelbar bevorsteht, also dieses Wochenende, doch ich gehe davon aus, daß wir bereits sehr nahe daran sind. In zwei bis drei Wochen, im Oktober, sieht es anders aus. Wenn ein Herr Steinmeier die Regierung als etwas bezeichnet, gegen das ein Hühnerhaufen eine geschlossene Formation darstellt, dann hat er durchaus recht. Unsere Regierung - genau wie die anderen Regierungen - hat keinerlei Lösung für die Probleme, die da auf sie zurollen. Die Opposition übrigens auch nicht. Wir leiden unter der jetzigen Spielart der Demokratie darunter, daß nicht etwa Könner und Experten in den Parlamenten sitzen, sondern das mittelmäßigste Mittelmaß, für das die Politik die letzte Chance zur Karriere gewesen ist. Das ist ähnlich wie der Pakt mit dem Teufel, durch den sich der Unterzeichner dem Höllenfürsten auf Gedeih und Verderb ausliefert.
Ich gehe jedoch mit Herrn Eichelburg konform, daß gerade "etwas" vorbereitet wird. Die hartnäckige Golddrückung ist zu offensichtlich, auch der Anstieg des Euro trotz der Euro-Krise ist eine Bewegung gegen die Strömung, die ohne Kraftzufuhr von Außen nicht stattfindet. Der Absturz des DAX, der Verfall des Euro und der hohe Goldpreis haben eine Gegenbewegung ausgelöst, nicht als überlegte, gezielte Reaktion, sondern aus reiner Panik. Diese Gegenreaktion wird solange durchgehalten, bis der gegenteilige Befehl erteilt wird, oder bis die Mittel dazu ausgehen.
In dieser Regierung hat sich der Spaltpilz ausgebreitet. Die FDP ist nach einem grandiosen Aufschwung als unverbrauchte Opposition in Zeiten von Rot-Grün und der großen Koalition in der Regierung in den Sturzflug übergegangen. Die Partei kämpft um ihr Überleben und in dieser Agonie ist sie zu allem fähig. Die CDU ist nach zehn Jahren Merkel ausgelaugt und ihrer Führungspersönlichkeiten beraubt. Es herrscht blanke grundsatzlose Beliebigkeit, sowohl Merkel als auch Seehofer sind jederzeit zu jeder beliebigen Richtungsänderung fähig, sie stürmen heute mit aller Energie in eine Richtung, die sie gestern noch kategorisch ausgeschlossen haben.
Die Finanzkrise von 2008 wurde nicht gelöst, sie hat sich von einer Bankenkrise zur Krise der Staatsfinanzen ausgeweitet. Die hilflosen Rezepte, immer mehr Geld in den alles verschlingenden Strudel zu werfen, haben die Krise verlängert und verschlimmert. Die meisten Tricks wurden ausprobiert, sie haben alle versagt. Wir stehen vor einer Währungsreform, einer Auflösung des Euro. Eine Angela Merkel hat das nicht begriffen, doch danach wird sie mit voller Überzeugung dafür - oder durch den dadurch entfachten Sturm davongewirbelt sein. Ich gehe nach wie vor davon aus, daß die Währungsreform ohne "Haircut" stattfinden wird, als 1:1 Umstellung. Die neue Währung hingegen hat keinen Bestand, sie wird in einer Hyperinflation geopfert, um die Schieflage des Weltfinanzsystems zu beseitigen.
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