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Glaubwürdigkeit (27.7.2016)

Kennen Sie noch den Begriff des Beweisphotos? Das hat jemand geknipst, und darauf war der Täter zu sehen, wie er etwas angestellt hat. Aber solche Photos wurden schon sehr früh gefälscht. Ein Jude namens Lew Dawidowitsch Bronstein, Kampfname Leo Trotzki, war bei seinen Genossen und vor allem beim Obergenossen Iosseb Bessarionis dse Dschughaschwili, Kampfname Josef Stalin, in Ungnade gefallen. Wenig später war "Trotzki" auf allen offiziellen Photos verschwunden, so als hätte es ihn nie gegeben. Wobei diese Technik schon im alten Ägypten betrieben wurde, als "Auslöschung des Ba"; damals wurde aber noch in Stein gemeißelt.

Der Sowjetsoldat, der die Fahne auf dem Reichstag aufstellt, wurde nachgebessert, da er zu viele heldenhaft erkämpfte Armbanduhren getragen hatte. Das Bild der US-Marines, die auf Iwojima die Fahne aufstellen, wurde nachgestellt, mit besonders ansehnlichen Marines, nicht den abgerissenen Kampfschweinen des Origi-nals. Die "Wehrmachtsausstellung" mußte komplett überarbeitet werden, da mit sehr vielen Bildern und Bildausschnitten gelogen worden ist. Und für Alfred Hitchcocks Film über die deutschen Konzentrationslager wurden gezielt kriegsgefangene Wehrmachtssoldaten verhungern lassen, damit dekorative ausgemergelte Leichen herumliegen. Um die Serben so richtig bösartig darzustellen, hat man in einem Lager für Tuberkulosekranke gedreht und behauptet, das wären kriegsgefangene Albaner.

Mit der heutigen Bildbearbeitungs- und Videotechnik können selbst Amateure die längst verstorbene Großmutter an einer aktuellen Familienfeier teilnehmen lassen. Profis sind noch besser. Da erscheint dann Adolf Hitler mit einer Geburtstagstorte als Überraschungsgast bei Merkel, da hält Kaiser Wilhelm II. in Farbe eine Rede vor dem Europa-Parlament. Stimmen nachahmen geht ebenfalls, so könnte Helmut Kohl glaubwürdig eingestehen, daß er den Anschluß der BRD an die DDR als einen Akt des Hochverrats eingefädelt hat. Und Hans-Dietrich Genscher gestehen, daß er noch in der DDR vom KGB angeworben wurde.

Was also kann man noch glauben? Das, was man mit eigenen Augen gesehen hat? Aber dann müßten Sie den Holocaust leugnen, da Sie ihn nicht gesehen haben, die Erde als flach bezeichnen und selbstverständlich jeden Priester jedweder Religion als Lügner. Steht in Paris tatsächlich ein Eifelturm? Also ICH habe den noch nicht gesehen... Und überhaupt, Paris... Vielleicht ist das ein "Internet-Hoax", wie das nicht existierende Bielefeld...

Sie können leider nicht die ganze Welt sehen und erleben, deshalb sind Sie gezwungen, viele Dinge einfach als glaubwürdig zu akzeptieren. Genau mit diesem Trick arbeiten die Regierungen, und das schon seit ewigen Zeiten. Schlagen Sie ruhig einmal die Schlacht bei Kadesch nach. Ramses II. errang 1274 v. Chr. ein mühsam erkämpftes Unentschieden gegen die Hethiter, zu Hause in Ägypten ließ er dies als überwältigenden Sieg darstellen.

Der Überlebende, also der Sieger, schreibt die Geschichte. Meistens läßt er dem Unterlegenen dabei keine Gerechtigkeit zukommen, schon allein aus Propagandazwecken. So steht im Alten Testament auch nirgendwo, daß räuberische Israeliten wie ein mörderischer Heuschreckenschwarm über friedliche Städte in Kanaan hergefallen sind, sondern daß Don Jahwioso, der blutrünstige und höchst mafiöse Gott jener Israeliten, geboten hatte, fremde Völker mit Stumpf und Stiel auszurotten. Das einzige semitische Volk, das nach den Ägyptern ein prosperierendes Reich geschaffen hatte, die Karthager, kennen wir vor allem aus den Berichten der Römer über ihren Kriegsgegner.

Im 20. Jahrhundert hat eine jüdisch beherrschte Weltpresse die Propagandalüge zur Kunstform werden lassen. Die im Ersten Weltkrieg aufgestellten bewußten Falschbehauptungen gegen Deutschland wurden nach dem Krieg nicht revidiert, sondern fortgeführt und fanden Eingang in einen der grausamsten Friedensverträge aller Zeiten, das Diktat von Versailles. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es sogar noch schlimmer, der Propagandakrieg wurde nicht eingestellt, sondern sogar intensiviert.

So, wie im Großen gelogen wird, wird in kleinen Dingen genauso gelogen, nur um in Übung zu bleiben. Obwohl, was ist noch "klein"? Sind die Amerikaner auf dem Mond gelandet? Die Verschwörungstheoretiker haben zumindest nachgewiesen, daß die ganze Mondlandung im Studio hätte gedreht werden können. Rollen Forschungsroboter über den Mars? Das ginge mit viel weniger Aufwand in der Mojawe-Wüste. Wir wissen inzwischen, daß die "Maine" dank einer internen Kesselexplosion in die Luft geflogen ist, 1898 hat sie den Grund für einen der vielen amerikanischen Kriege geliefert. Wir wissen inzwischen, daß die Lusitania Munition geladen hatte und von Churchill gezielt vor die Torpedorohre eines deutschen Unterseebootes geleitet wurde. 1917 mußte sie als Begründung für den amerikanischen Eintritt in den Ersten Weltkrieg herhalten.

Sogar im offiziellen deutschen Wahrheitsfernsehen wurde gezeigt, wie das World Trade Center alle paar Stockwerke gesprengt wurde, damit es schön zusammenklappt. Allerdings hat der Filmbeitrag dafür herhalten müssen, um nachzuweisen, daß sich die Verschwörungstheoretiker irren. Eine Begründung, warum der Turm 7 zusammengebrochen ist, der eindeutig nicht von einem Flugzeug gerammt worden war, gibt es bis heute nicht. Und auch nicht dafür, wieso die BBC das Ereignis 15 Minuten vor dem Zusammenbruch gemeldet hat. Und ja, auch das diente als Kriegsgrund, die USA sind im Irak und in Afghanistan eingefallen.

Haben wir es in Deutschland besser? Nach einem im Internet kursierenden Bonmot lebt man, wenn man über die Ereignisse im eigenen Land nur in ausländischen Medien etwas erfährt, entweder in Nordkorea oder in Merkeldeutschland. Unsere staatlichen Gebührensender berichten nicht die Realität, sondern die von der Regierungspropaganda erwünschte Wirklichkeit. Das haben gewisse Leute noch bei der DDR-Staatssicherheit gelernt, das praktizieren sie heute noch. Und wer wie Heiko "Ehrenburg" Maas das Pech hatte, zu weit westlich geboren zu sein, ahmt um so eifriger die ehemalige DDR-Zensur nach.

Bei dem Massenmord in München wurde zuerst von drei Tätern mit Langwaffen berichtet. Langwaffen sind Gewehre, später war es ein "verwirrter Einzeltäter" mit einer Pistole. Für die verwendete Glock 17 gibt es Magazine mit 19 Patronen, der Täter hat 57 Schuß abgefeuert - drei Magazine. Behauptet wird jedoch, er habe Magazine mit 17 Schuß benutzt. Als Name wurde "Ali David Sonboly" angegeben, mal wurde sein Bild unverpixelt dargestellt, mal unkenntlich gemacht. Warum aus dem originalen "Dauod" ein "David" geworden ist, kann vermutlich kein Fernsehgewaltiger sagen. Daß der "einfache Amokläufer" durchaus "Allahu akbar" gerufen hatte, erfährt man bei CNN und BBC, aber nicht bei ARD und ZDF.

Wegen eines gerade nominell erwachsenen Täters wurde ganz München abgeriegelt. Der öffentliche Nahverkehr war stillgelegt, Fernzüge sind angehalten worden, Taxis sind nicht mehr gefahren. Wer im Münchner Osten arbeitet und im Münchner Westen wohnt - so wie ich 1987/88 - der wäre gestrandet, hätte 15 Kilometer Fußweg vor sich gehabt. Eine Millionenstadt lahmlegen mit einer einzigen Glock... Das wäre eine wirklich gute Werbung, wenn die Waffenfabrik sich das trauen würde.

Überhaupt, eine Pistole. 57 Schuß hat der 18jährige abgefeuert, und damit 44 Menschen getroffen - 10 Tote und 35 Verletzte. Das ist eine Trefferquote von 77%! Ich habe mit der Bundeswehr-P1 Mühe gehabt, zwei von acht Schüssen aufgelegt auf eine stillstehende Scheibe zu treffen. Hier mögen die Ziele etwas größer gewesen sein, doch sie haben sich bewegt. Der Schütze hat nicht in aller Ruhe zielen können, sondern mußte schnell schießen, seine Magazine wechseln und weiterschießen. 77% Trefferquote schaffen vielleicht die Marshalls in Wildwest-Filmen, ansonsten nur richtige Profis, die hunderte Schüsse pro Jahr verballern. Mit einer illegalen Waffe dürfte das Schießtraining nur sehr eingeschränkt möglich sein. Aber der gute Ali Dauod hat das hinbekommen, sagt mir mein Fernseher.

Was also soll man glauben? Wahrheitsmedien, die Allahu-akbar-Rufe unterschlagen, sind auch sonst unglaubwürdig. Auch die Technik der Berichterstattung war nicht gerade das, was man Qualitätsjournalismus nennen könnte. Im Prinzip wurden stundenlang Twitter-Meldungen verlesen, ständig die neuesten Durchgaben des Polizeisprechers. Das mag in der Lagezentrale der Einsatzleitung nötig sein, dient jedoch nur dazu, die Zuschauer zu verwirren. Deutlich weniger wäre mehr gewesen. Natürlich hat Bayerns Fernsehinterview-Minister Herrmann Pressekonferenzen abgehalten. Die in voller Länge zu übertragen und anschließend noch einmal in der eigentlichen Nachrichtensendung ausschnittsweise zu wiederholen, ist eher Desinformation als förderlich.

Dann wäre da noch das Phänomen Richard Gutjahr. Der steht zufällig auf dem Balkon einer sündteuren Suite in Nizza, als der dortige Attentäter mit seinem Lkw anfährt. Zufällig hat er sein Handy aufnahmebereit und filmt das Ganze. Eine Woche später befindet er sich genauso zufällig in der Nähe des Tatortes in München und kann wieder berichten. Im Internet habe ich dazu folgendes Bonmot gefunden: Ansbach kann kein Anschlag gewesen sein, sonst gäbe es ein Video von Richard Gutjahr.

In einer alten Werbesendung für das Nachrichtenmagazin FOCUS hat dessen Chefredakteur Helmut Markwort gefordert: "Fakten, Fakten, Fakten!" Diese sind mittlerweile nebensächlich, die korrekte Ansage wäre: "Meinung, Meinung, Meinung!" Der Begriff "Lügenpresse" ist bei den Wahrheitsmedien unbeliebt, sie haben sich dieses Prädikat jedoch hart erarbeitet. In den Nachrichten wird so getan, als seien die "Rechten" schuld an den Gegendemonstrationen, vor allem dann, wenn die Merkeljugend mal wieder auf die "Schweine" losgeht (Linken-Jargon für Polizisten). Nur, wer sorgt für diese "Gegendemonstrationen"? Zu demonstrieren, für seine Meinung friedlich auf die Straße zu gehen, ist im Grundgesetz verbrieftes Menschenrecht. Wer hier eingreift, ob er nun Kirchenglocken läutet oder Pflastersteine wirft, verhält sich antidemokratisch und verstößt gegen das Grundgesetz.

Bei den Wahrheitsmedien muß man mittlerweile ganz genau hinhören, um die Fälschungen zu erkennen. Steht als Überschrift "Erschreckende Zunahme der rechten Gewalt", findet man im Artikel darunter dies tatsächlich mit Zahlen belegt - nur daß eben die linke Gewalt sowohl nach absoluten als auch nach relativen Zahlen noch stärker zugenommen hat und man darüber besorgt sein sollte. Die "Antifa" ist eine linke Terrorgruppierung, die mit Staatsgeldern unterstützt wird, damit sie gegen die unerwünschten Meinungen friedlicher Bürger randaliert. Weimar ist längst zurückgekehrt, nur sind es diesmal nicht die "Roten", die sich mit den "Braunen" Straßenschlachten liefern, sondern es sind linke Faschisten, die auf friedliche Bürger losgelassen werden.

Die Politik hat jedwede Glaubwürdigkeit verspielt. Sie geben sogar offen zu, daß sie das Volk betrügen. Wahlversprechen werden spätestens bei den Koalitionsverhandlungen einkassiert. Der Wähler, der angebliche Souverän dieser Bananenrepublik, hat jedoch nur die Möglichkeit, auf Grund dieser Wahlversprechen auszuwählen, welche Politik er unterstützt. Mit anderen Worten: Der Wille der Wähler interessiert nicht.

Spätestens seit Johannes Rau mit dem Bundespräsidenten dafür abgefunden wurde, daß er endlich seinen Posten als Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens abgibt, ist sogar das höchste Staatsamt unglaubwürdig. Erst recht unter dem jetzigen, dem GAU aller Bundespräsidenten. IM Larve glaube ich sofort, aber den Bürgerrechtler keinesfalls. Ein echter Bürgerrechtler würde nicht von Dunkeldeutschland sprechen, würde nicht äußern, daß das Volk das Problem sei.

Versicherungsvertreter sind dagegen ehrenwerte Leute, sogar bei Verkäufern von Pennystocks weiß jeder, woran er ist: Diese Leute wollen unser Geld, um daran einen Anteil als Provision zu erhalten. Unser Wohl interessiert da weniger... Doch was wollen Politiker? Wiedergewählt werden, sicher, aber sonst? Gebt mir vier Jahre Zeit - um reich zu werden! Und dann noch einmal vier Jahre, um noch reicher zu werden! Und nochmal vier Jahre... Reich werden mit allen Mitteln, in der Hoffnung, daß nichts herauskommt. Und über jeden gibt es ein Dossier, für den Fall, daß etwas herauskommt und man die Anderen braucht. Deshalb ist Pädastian Pädathy so glimpflich davongekommen.

Ich glaube, was ich sehe? Nein, schon ein Zauberkünstler in einem billigen Zirkus vermag, meine Augen zu täuschen. Illusionisten der Oberklasse lassen mich alles sehen, was sie wünschen. Da traue ich besser meinen Augen nicht... Ich kann immerhin glauben, was ich selbst geschrieben habe, denn das ist der aktuelle Stand meiner Erkenntnis. Morgen oder in fünf Jahren mag ich weiter sein, die Dinge anders betrachten. Und Sie? Nun, Sie müssen mir glauben. Oder besser, nein, Sie müssen mir nicht glauben. Sie sollten meine Texte lesen und dazu Ihre eigenen Gedanken entwickeln.

Nur ich allein bin auf meine Gedanken angewiesen, und ich allein muß daran glauben, daß ich das Richtige denke. Wie glaubwürdig ich für Sie bin, entscheiden Sie, ganz allein. Ich bin sogar dann zufrieden, wenn ich nur den Unterhaltungswert eines Hofnarren habe.

© Michael Winkler

Dieser Text ist der 582. Pranger. Seine Kollegen stehen im geschützten Archiv nur einige sind frei zugänglich. Was Ihnen entgeht, sehen Sie in dieser Liste. Falls Sie das überzeugt - hier lesen Sie, was Sie ein Paßwort kostet. Aber vielleicht kann ich Sie ja auch für meine Bücher begeistern:

Was wirklich im Grundgesetz steht

Vergriffen

Neuauflage fraglich

Erschienen 2005
100 Seiten
5,95 Euro

Neuaflage 2014
112 Seiten
8,90 Euro

Erschienen 2007
108 Seiten
8,90 Euro

Erschienen 2008
240 Seiten
19,95 Euro

Erschienen 2009
320 Seiten
9,90 Euro

2016er Version
300 Seiten
18,00 Euro

Dritte Auflage!

Erschienen 2009
220 Seiten
14,95 Euro

Erschienen 2009
236 Seiten
14,95 Euro
Erschienen 2010
208 Seiten
14,95 Euro
Erschienen 2010
232 Seiten
14,95 Euro
Erschienen 2012
228 Seiten
14,95 Euro
Erschienen 2012
244 Seiten
14,95 Euro
Erschienen 2013
144 Seiten
9,90 Euro
Erschienen 2013
144 Seiten
9,90 Euro
Erschienen 2014
148 Seiten
9,90 Euro